Thomas Seifert

Ich bin Thomas Seifert, geboren am 09.04.1968 in Ried i.I., Studium der Biologie (Abschluss Mag.rer.nat.).
Heute arbeite ich als freier Journalist, Fotograf, Filmemacher und Podcaster (u.a. für den ORF, „Die Presse“, „profil“, „Falter“, „Salzburger Nachrichten“) und bin gemeinsam mit Martyna Czarnowska Chefredakteur bei der Quartalsschrift „European Voices".
Bis 30. Juni 2023 war ich stellvertretender Chefredakteur der „Wiener Zeitung", davor jahrelang Redakteur der Tageszeitung „Die Presse", „Format", „News" und der Wiener Stadtzeitung „Falter" und schrieb u.a. für „Stern", „brand eins", „taz", „Welt am Sonntag", „Sonntagszeitung" (des „Tagesanzeigers"), „Dagens Nyheter", „Die Zeit", „Moscow Times". Ich begeisterte 1994 im Lokal Bierklinik einige Mitarbeiterinnen des „Standard" vom Internet[1], die daraufhin den Grundstein zu http://www.derstandard.at legten. Bei der „Presse" verwirklichte ich die innovative Reportage-Mitmach-Aktion „Reporter:in", bei der „Wiener Zeitung" zeichnete ich für zwei innovative 360°-Videoprojekte verantwortlich und konzipierte gemeinsam mit SORA innovative spielerische Wahlhelfer zur Wien-Wahl und zur Bundespräsidentenwahl. Besonders interessiere ich mich für generative KI.
Fotografie betreibe ich seit frühen Studententagen und habe in den 1990er Jahren mit meiner DDR-Praktika-Kamera und meiner Nikon F501 fotografiert und viel Zeit in der Dunkelkammer verbracht. Mit Video arbeitete ich bereits als Schüler und erlernte die Arbeit mit VHS-, Video 2000- und Betamax-Systemen und blieb meiner Foto- und Video-Passion bis heute treu. Radioerfahrung sammelte ich beim Piratensender Radio Boiler (einem der Vorgänger der freien Radios) in den frühen 1990er Jahren und beim ORF.
Ich habe über 100 Länder bereist und berichtete u.a. aus Russland (u.a. Tschetschenien), Afghanistan, Iran, Syrien, Irak, Saudi-Arabien, Kuwait, V.A.E., Ägypten, Berg-Karabach (Aserbaidschan), den beiden Koreas, Kasachstan, Pakistan, Bhutan, Indien, Bangladesch, Japan und China. In Lateinamerika habe ich mehrfach Amazonien bereist (Ecuador, Brasilien), auf dem afrikanischen Kontinent habe ich in Sierra Leone, Côte d'Ivoire, Kenia, Tansania, Uganda, Südafrika, São Tomé und Príncipe, Mosambik, Südsudan, Äthiopien, Ghana, Ruanda, Burundi und in der Demokratischen Republik Kongo gearbeitet. Seit 2014 war ich immer wieder in der Ukraine unterwegs, nach dem 24. Februar 2022 bereiste ich regelmäßig Kiew und Charkiw, war aber auch entlang der Frontlinie von Bachmut über Seversk bis Wuhledar im Osten und von Mykolajiw bis Saporischschja im Süden unterwegs. Zuletzt drehte ich eine Videodokumentation in Rumänien, Bulgarien, Kosovo und Moldau.
Viele meiner Reportagen schickte ich aus Kriegs- und Krisengebieten (fallweise auch als Videos u.a. für puls24 oder den ORF), oder meine Stories behandelten Geopolitik, Energiepolitik, Entwicklungspolitik, Menschenrechts- und Migrationsfragen, Tech- und Umweltthemen. Neben meinen Reportagen veröffentlichte ich zahlreiche Analysen, Kommentare und Interviews und berichtete u.a. von Klimagipfeln (zuletzt aus Sharm el-Sheikh) oder dem World Economic Forum in Davos.
Bei Deuticke erschien 2005 „Schwarzbuch Öl" (gemeinsam mit Klaus Werner), 2011 „Schwarzbuch Gold" (gemeinsam mit Brigitte Reisenberger) und 2015 „Die Pazifische Epoche".
Neben den beruflichen Interessen beschäftige ich mich mit Film, Literatur, Theater, Tanz und Performance, Kunst und Musik. Auf Musikfestivals (Magika, Lighthouse Festival, Burning Man, etc.) bin ich einer der Senioren, bei den Workshops des Tanz-Festivals Impulstanz ist es nicht anders. Seit kurzem bin ich fröhlicher Dilettant in der Produktion elektronischer Musik und im DJing. Im Jahr 2023 kuratierte ich die Fotoausstellung des ukrainischen Fotografen Yevhen Titov, die unter dem Titel „Files of Routine Action. Body of war" im Rahmen von Impulstanz im Theater Odeon gezeigt wurde.